Hygiene & Gesundheitserhaltung
- Atemwege: Zug, Nässe, Kälte und stickige Luft führen zu Atemwegserkrankungen. Zur Behandlung tierärztlichen Rat einholen.
- Darmparasiten: Spulwürmer, Haarwürmer, Bandwürmer und Kokzidien belasten Hühner und können je nach Befallsgrad zu Todesfällen führen. Ist die Einstreu nass, Einstreu wechseln, Auslauf umgraben und kalken. Behandlung nach tierärztlicher Anweisung. Junghennen nicht mit Althennen zusammenbringen.
- Kannibalismus, Feder- und Zehenpicken: Ursachen sind zu enge Haltung, ein zu heller Stall (ggf. Fenster/Ställe abdunkeln, ungeeignete Neonröhren), falsche Belüftung, Hitze, Schwüle und stickige Luft oder Mangelerscheinungen. Dann Futter umstellen und Muschelkalk/Grit sowie Kalk anbieten.
- Fettleibigkeit: Die Hennen legen schlecht – meist ist die Fütterung fehlerhaft.
- Abmagern, blasse Hennen, Legeleistung fällt ab: Rote Vogelmilben und Federlinge können die Ursache sein. Legenester und die Auflagen der Sitzstangen auf der Kotgrube prüfen. Bei Befall ist eine Behandlung dringend geboten. Auch Würmer sind möglich.
Impfungen
Auch als Kleintierhalter sind Sie gesetzlich verpflichtet, bei Ihren Hühnern einen belastbaren Impfschutz gegen die Newcastle-Krankheit (Atypische Geflügelpest) zu gewährleisten. Sprechen Sie die Nachimpfung mit Ihrem Tierarzt ab – ein fachlicher Kontakt zum Tierarzt ist wichtig. Die Impfung ist nicht teuer. Unsere Junghennen sind beim Verkauf 4-fach geimpft; alle Impfstoffe nach Alter finden Sie im Impfplan.
Beleuchtung der Hühner
Dass die Vogelwelt im Frühjahr mit dem Eierlegen beginnt, liegt an den länger werdenden Tagen. Der wachsende Lichttag regt die Hormonproduktion an und damit Eibildung und Eiablage. Kürzer werdende Tage bewirken das Gegenteil: Die Hühner werden durch die nachlassende hormonale Stimulierung in die Mauser geführt und stellen das Legen ein.
- Hennen brauchen zur Aufrechterhaltung einer normalen Legetätigkeit durchschnittlich 14 Stunden Licht.
- Hennen, die mit den langen Sommertagen das Legen begonnen haben, müssen bei dieser Tageslichtlänge bleiben und brauchen im Spätsommer, Herbst und Winter Zusatzbeleuchtung.
- Gute Legeleistung ist zu erwarten, wenn neben der Unterbringung auch Fütterung und Gesundheit stimmen. Ab Spätsommer/Herbst zum Ausgleich der kürzeren Tage das Licht im Stall anschalten.
Mauser
Die Hennen stellen das Eierlegen ein, verlieren Federn und bereiten sich auf eine neue Legeperiode vor. Die natürliche Mauser tritt regelmäßig nach ca. einem Legejahr ein; danach ist die Legeleistung etwas geringer. Gehen die Hühner schon vor Abschluss eines Legejahres in die Mauser oder teilweise in eine Halsmauser, ist das von außen verursacht – z. B. durch Lichtmangel, Fütterungsfehler (zu wenig Calcium oder Eiweiß) oder unterbrochene Wasserversorgung. Die vorzeitige Mauser zeigt an, dass etwas nicht stimmt.
Fütterung
Bei der Legeleistung ist die Fütterung am wichtigsten. Hochleistungshennen tolerieren keine Fütterungsdefizite: Fehlen Futterstoffe, legen sie weniger oder stellen das Legen ein. Das Legehennenfutter soll enthalten:
| Nährstoff | Gehalt |
|---|---|
| Protein | 17,5 % |
| Energie | 11,4 MJ |
| Calcium | 3,5 % |
| Phosphor | 0,7 % |
| Natrium | 0,15 % |
| Kalium | 0,15 % |
Häufige Fragen
Wie lange brauchen Legehennen Licht?
Zur Aufrechterhaltung einer normalen Legetätigkeit brauchen Hennen durchschnittlich 14 Stunden Licht. Im Spätsommer, Herbst und Winter ist Zusatzbeleuchtung nötig.
Warum hören Hühner auf zu legen?
Häufige Ursachen sind kürzere Tage, die natürliche Mauser, Fütterungsfehler (Calcium, Eiweiß), unterbrochene Wasserversorgung, Parasiten oder Krankheiten.
Muss ich meine Hühner impfen lassen?
Ja. Auch Kleintierhalter müssen einen belastbaren Impfschutz gegen die Newcastle-Krankheit (Atypische Geflügelpest) sicherstellen. Sprechen Sie die Nachimpfung mit Ihrem Tierarzt ab.
Was tun bei Federpicken?
Meist ist die Haltung zu eng, der Stall zu hell oder schlecht belüftet, oder es liegt ein Futtermangel vor. Stall abdunkeln, Belüftung prüfen, Futter umstellen und Muschelschalen oder Kalk anbieten.
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